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Pressespiegel

Ausschnitte

  • Fr.31.03.17Schwarzwälder Bote

    Jagd mit Rhabarber-Barbara

  • Di.14.03.17Der Ennstaler

    Wirtshaustour des Blechhauf'ns

  • Sa.10.10.15Kultur im Murgtal

    Mafiosi mit feinem Musikgespür

  • Di.27.01.15Traunreuter Anzeiger

    "Blechhauf`n" frenetisch gefeiert

  • Do.17.04.14Presse Denzlingen

    Gekonnte Töne aus dem "Blechhauf’n"

  • Do.17.04.14Denzlinger Blatt

    Begeistert vom "Blechhauf’n"

  • Mo.10.03.14Bayrischer Landbote

    Da Blechhauf'n in Oberhausen

Meldungen

  • Mo.25.04.16SchwaBo

    Nichts als Blech?

    Nichts als Blech? Mitnichten!

    Galt der Auftakt des Jazzfestes der Weltmusik, so stand im zweiten Konzert am Samstag in der Stallhalle die nationale Komponente im Vordergrund: das österreichische Bläserensemble "Blechhauf’n" unter dem Management von Reinhold Bieber.

    Rottweil (hf). Aus der Steiermark, dem Burgenland und Wien präsentierten sich die sieben Vollblutmusiker, drei Trompeten, drei Posaunen und eine Helikontuba, mit einem fulminanten Feuerwerk an musikalischer Virtuosität, gewürzt mit Witz, Humor, Wortakrobatik und pantomimischer Darstellung. Lebensgeschichten, wie sie jeder kennt, im Wirtshaus, in der Familie, karikierend Alt und Jung, mal bissig ironisch, mal liebenswert melancholisch, mal frech und pfiffig – es sind musikalisch umgesetzte Lebenswahrheiten; die Ziehar¬monika wird hier als retardierend kommentierendes Element eingesetzt. Dass der "Blechhauf’n" die Stallhalle ausfüllte und zwar ohne Verstärker, ist der Musikalität und dem Charme dieser Musiker zu verdanken.

    Das beginnt mit konventioneller Marschmusik, die jedoch in kleinen Brechungen verfremdet daherkommt, die Idylle zerstörend, und trotzdem gekonnt wieder zusammenführt. Nur Könner arbeiten so spielerisch mit traditioneller Blasmusik, immer präsent, rhythmisch perfekt, die weiche Klangfülle des tiefen Blechs ebenso auskostend wie die klaren Höhen der Trompeten und Posaunen in imposanter Linienführung vorführend. Ein Potpourri von Opernparodien (Verdi brach endgültig den Bann im Publikum.

    Nach der Pause steigerten sich die Musiker zu übermütiger Spiellaune mit einem Instrumentarium an zusammengeflickten Waldhörnern aus Schläuchen und bunten Blütentrichtern oder Besentrompeten: Spielerische Possen in Musikalität umgesetzt. Wunderbar die Jagdszene aus dem "Freischütz" als Parodie vorgeführt oder die Tuba von zwei Spielern bedient.

    Doch nach dem übermütigen Spiel mit dem Spiel setzt abrupt ein Choral ein, um den Klangkörper aller Instrumente voll auszuloten. Nicht’s als Blech? Mitnichten! Das Ensemble bot virtuose Spiel-Kunst mit dem Blech. ¬Stehender Applaus würdigte den "Blechhauf’n" nach knapp drei Stunden Unterhaltung und musikantischer Leistung.

    SchwaBo 25. April 2016


  • Mo.25.04.16NRWZ

    Jazzfest Rottweil

    NRWZ 25. April 2016

    Rhabarber-Barbara-Bar-Barbaren-Barbier-Bier-Bar-Bärbel-Bobo-Baba“

    Jazzfest Rottweil 2016 – Da Blechhauf’n



    Furios, famos, fantastisch: Der zweite Jazzfest-Abend wartete mit einem hinreißenden Programm auf, das das gruselige Aprilwetter nach wenigen Sekunden vergessen ließ. Zu Gast aus Österreich war „da Blechhauf’n“, ein energiegeladenes Septett, das in seiner „Wirtshausrunde“ Comedy und Blechblaskunst aufs Trefflichste zu verknüpfen wusste.



    Wie im Wirtshaus so üblich, verging die Zeit wie im Flug, waren die zwei Sets von je einer Stunde allzu rasch vorbei, folgte im Zugabenblock als Extradank an Organisator Claus Gams und sein Team sogar das bereits gespielte „Children of Sanchez“ von Chuck Mangione noch ein zweites Mal.

    Ein Abend im Zeichen gestochen scharfen Satzgesanges und -spiels, bei dem auch Besen und Trichter als Soloblasinstrumente zum Einsatz kamen, die gut gelaunten sieben Profimusiker sich mit wenigen Requisiten quer durch die Musikgeschichte alberten und neben Wortwitz und köstlichen Spielszenen brillantes Blechblasspiel boten.

    Ob in der Geschichte vom „Rhabarber-Barbara-Bar-Barbaren-Barbier-Bier-Bar-Bärbel-Bobo-Baba“, in Titanic-naher Hafenszenerie, beim „Surfin‘ USA“ der Blech Beach Boys oder stammtisch-deftigem „Born to be alive“ – da Blechhauf’n zog am Samstagabend alle Register und bot vieles, nur keine Langeweile. Sollten sie wiederkommen, dürfte die Halle rasch ausverkauft sein…


  • Di.28.04.15oö nachrichten

    Da Blechhauf’n spielt nie Schrott

    http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Da-Blechhaufn-spielt-nie-Schrott;art16,1759575

    Da Blechhauf'n spielt nie Schrott
    Da Blechhauf'n ist eine von gut fünfzig Bands beim fünften Woodstock der Blasmusik in Ort im Innkreis (25. und 28.Juni).
    Da Blechhauf’n spielt nie Schrott

    Beim Woodstock der Blasmusik präsentiert das Ensemble aus dem Burgenland seine neue CD: "da Blechhauf’n XXL" Bild: STEVE HAIDER/www.steve.haider.co

    Eigentlich ist Woodstock dafür verantwortlich, dass wir eine neue CD machen", sagt Reinhold Bieber, Posaunist im Ensemble "Da Blechhauf’n", seit der Gründung des Festivals durch Simon Ertl mit dabei. Denn eigens für ihren Auftritt in der Arco Area hat sich die sonst siebenköpfige Formation 2013 zur XXL-Variation mit Gitarre und Schlagzeug erweitert. "Wie viele junge Leute sich bei diesem Festival herumtummeln, das ist schon einzigartig."

    Doch das kommt nicht von ungefähr: "Ein Marsch, wo im Trio die E-Gitarre statt der Trompete das Solo übernimmt, das spricht einfach junge Leute an", sagt der Grazer, der im Burgenland aufgewachsen ist und wie seine Kollegen den Böhmisch-Mährischen Stil inhaliert hat. "Wir sind in dieser Welt aufgewachsen, alle miteinander".

    Und gemeinsam haben sie im Polka- und Walzertakt neue Wege in Richtung Musikkabarett eingeschlagen. "Unsere Programme sind immer sehr unterhaltsam und lustig." Als Ganovenbande machen sie etwa in ihrem jüngsten, "Burning Lips", das Publikum zum Komplizen. Ihr Credo: "Nicht nur die Ohren hören, auch das Auge sieht immer mit." Zueinander gefunden haben die ursprünglich sieben beim Zusammensitzen nach den Musikvereinsproben.

    Im Jahr 2000 folgte das erste Konzert, "damals noch mit Notenständern", die sie bald gegen Regisseure und Choreografen tauschten. Mittlerweile geben sie rund 70 Konzerte jährlich, bekommen Anfragen von großen Festivals wie Nova Rock, Frequency – oder eben von Simon Ertl, für das Woodstock der Blasmusik. Dort werden sie auch ihre neue CD vorstellen, zu neunt: "Blechhauf’n XXL".

    Alle Infos zum Festival: www. woodstockderblasmusik.at


  • Do.08.01.15Badische Zeitung

    "S’isch alles eins"

    http://www.badische-zeitung.de/rock-pop/s-isch-alles-eins--98316732.html
  • Sa.03.01.15Reihn-Neckar-Zeitung

    Vögel-Ekstasen im Hochgebirge

    Erika Stucky in Mannheim: Vögel-Ekstasen im
    Hochgebirge
    Von Rainer Köhl
    Für alpenländische Musik und Geschichten hat Erika Stucky immer schon reiche Affinität
    gehabt. Dass die Schweizer Sängerin und Performerin gerne jodelt, hat sie immer schon
    hören lassen. Nun nahm sie sich einer großen Alpensaga an in ihrem jüngsten Programm,
    das sie in der gut gefüllten Mannheimer Alten Feuerwache vorstellte: "Wally und die
    sieben Geier".
    Frei nach dem Heimatroman von der Geier-Wally begab sich Stucky auf die Spuren der
    Saga, hat Bilder, Töne und Motive gesammelt, welche die Mär von der
    freiheitsliebenden Wally, die in der Einsamkeit der Berge lebt, einfingen. Dazu hat sie
    sich erstmals die österreichische Brassband "Da Blechhauf'n" hinzugenommen, deren
    Mitglieder längst nicht nur Musik machen müssen, sondern auch mit reichlich Theatralik
    bei der Sache sind. Schwarz gekleidet und maskiert kamen die Männer als Geier auf der
    Bühne, und weil sie gerne gemütlich im Sitzen spielen, hatten sie gleich auch je einen
    Melkstuhl um den Allerwertesten geschnallt.
    Ein bisschen alpenländisch nächtliche Gruselstimmung musste zu Beginn schon sein, um
    in die Atmosphäre der Wally einzuführen, mit flatternden, kreischenden Geräuschen
    und Klängen aus dem Gebirge, krächzenden Krähen und Geiern. Dazu hatte Erika Stucky
    das passende Kostüm, mit Federmantel und hörnerartiger Krone aus Tierknochen.
    Freilich war auch viel Alpenländisches im Repertoire der Brassband, schunkelnde
    steirische Tanzmelodien, Zwiefache und dergleichen mehr. Und Jodelmelodien, bei
    denen die Stucky ganz aus den Vollen schöpfte. Von da aus ging es immer hoch hinauf
    ins Gebirge, auf den Spuren der Wally und der besonderen Atmosphäre, die sie umgibt.
    Ob mit Americas "A Horse with No Name", Pink Floyds "Breathe" oder "My Sharona",
    immer hat die Sängerin einen textlichen oder musikalischen Aufhänger, um die Rock
    Klassiker zu adaptieren, sie sich ihrem Programm anzueignen. "Ich kann auch nur das
    ausdünsten, was ich gegessen hab', oder?", sagt die Stucky, die in einer Hippie-Familie
    Flowerpower von San Francisco aufgewachsen ist, bevor sie in die Schweiz kam.
    Von einem Song in einen anderen zu gleiten, ist ohnehin eine hintersinnig lustvolle
    Spezialität der Stucky. Besonders dann, wenn es textlich oder musikalisch auf dem Weg
    liegt. Da ist es der Sängerin nur willkommen, dass ihre Musiker in allen Stilen versiert
    sind. Mit lustvollem growling, ekstatisch röhrenden Dämpferklängen, Anklängen an
    dramatische James-Bond-Musik-Hymnik war die Band an drei Trompeten, drei Posaunen
    und Tuba zur Stelle. Zudem können die Mannen auch trefflich jazzig improvisieren. Und
    rocken. Led Zeppelins "Kashmir" gewann in der Blechversion erst recht die Sogwirkung,
    welche die Stucky so liebt.
    An skurril Theatralischem gab es auch in der neuen Show keinen Mangel und ebenso
    wenig an musikalisch anarchischem Geist. Schwülen Swamp-Sound und schön
    verschleppte Beats intonierten die Männer aus dem Burgenland sehr stilvoll, wozu die
    Sängerin auch mal mit heiser brabbelnder Stimme Satchmo anklingen und dazwischen
    die Geier kreischen ließ. "I put a spell on you" ist ein Dauerbrenner bei Stucky und war
    auch nun wieder dabei, um auszuflippen und krachend die Sau rauszulassen. Und
    freilich ließ Erika Stucky zu ihrer Performance wieder einige ihrer selbst gedrehten
    Super-8-Filme laufen, surreale Streifen mit flatternden Vögeln und Ähnlichem, um live
    damit zu interagieren. Großer umjubelter Spaß.


  • Mi.20.08.14Die Südostschweiz

    Sieben Geier und eine wilde Wally

    Konzert Kritik

    Sieben Geier
    und eine
    wilde Wally

    Von Hans Bärtsch

    Ausgerechnet, als er zu einem
    Solo eingeladen ist, ist er mucksmäuschenstill,
    der Zürichsee. Auch
    prasselt gerade kein Regen nieder.
    Nur der kühle Wind schlägt
    Blachen gegen Bühnengestänge.
    Trotz verpatztem Einsatz – es ist
    einer der magischen Momente auf
    der Seebühne des Theater Spektakels,
    wo die Amerika-Schweizerin
    Erika Stucky ihr neues Programm
    zur Uraufführung bringt. Zur
    Magie tragen ausgerechnet die
    widrigen äusseren Bedingungen
    bei – sie lassen Stucky und ihre
    Begleiter zusammenrücken und
    umso intensiver abheben in
    höchste musikalische Gefilde.
    «Wally und die sieben Geier»
    heisst das Programm. Und mit
    den sieben Geiern ist das Septett
    Da Blechhauf’n gemeint. Eine
    Blechblasformation aus dem
    Burgenland in Österreich, die
    musikalisch vor gar nichts haltmacht.
    Die klassisch kann, volkstümlich,
    jazzig, funky, rockig.
    Wally (Stucky) ist dabei die Chef-
    Geierin, die bekannt begnadete
    Performerin aus dem Wallis mit
    ausgiebigem Hang zum Schrägen.
    Insofern haben sich da zwei getroffen,
    die allerbestens zusammenpassen.
    Zwei, die Genres durch -
    einanderwirbeln, dass einem als
    Zuhörer schier schwindlig wird.
    Die Basis des Ganzen sind
    alpenländische Geschichten und
    Melodien. Aber nicht nur, und
    nicht lange. Psychedelisches (Pink
    Floyd) erklingt plötzlich, West -
    coast-Klänge (America), eine flotte
    Rock’n’Roll-Nummer von The
    Knack. Schliesslich, gleichsam
    der Höhepunkt des Abends, eine
    Version von «I Put A Spell On
    You», die fast an die Wildheit ihres
    Schöpfers, des US-Bluessängers
    Screamin’ Jay Hawkins, herankommt.
    Sicher aber x andere
    Interpretationen dieser Nummer
    in den Schatten stellt. Nach der
    zweiten Zugabe sind die Blechhauf’n-
    Mitglieder am Boden,
    wortwörtlich. Nur noch Sängerin
    Stucky und ihr Mini-Akkordeon
    geben die letzten Töne von sich.
    Es ist der Abschluss eines musi -
    kalisch – im positivsten Sinn –
    durchgeknallten Abends


  • Mo.18.08.14Basellandschaftliche Zeitung

    Weltpremiere mit Stucky

    Weltpremiere mit Stucky
    Das Stück hallt noch nach, als wenig später auf der Seebühne
    Erika Stucky zu einer fulminanten Weltpremiere mit dem
    österreichischen Bläserseptett «da Blechhauf’n» aufbricht. Die
    amerikanisch-walliserische Sängerin und Performerin nimmt
    uns als «Wally« mit den «sieben Geiern» mit auf einen wilden,
    sagenumwobenen Trip. «Vertraut mir», sagt sie, «ihr müsst
    einfach mitsegeln.»
    Auf der Leinwand fliegen schwarze Vögel, davor echte
    Fledermäuse, dahinter schimmert ein vorbeifahrendes Schiff.
    Wie schön dieser Augenblick ist, jetzt und hier, gerade in seiner
    Flüchtigkeit. Auf der Leinwand leuchtet ein Supermond auf,
    Erika Stucky interpretiert «The Dark Side of the Moon» neu,
    «dünstet», wie sie sagt «Hoffnung und Trost» aus, denn darum
    gehe es letztlich in der Kunst: «And all you touch and all you see:
    Is all your life will ever be».


  • Fr.20.06.14kuL Kulturhaus Öblarn

    Ein Haufen Blech im Kunst & Kulturhaus Öblarn

    Der Blechhauf'n XXL sorgte für geballte Blechladung angereichert mit scharfem Gitarrensound und Schlagzeug-Beat. Die ursprünglich sieben Blechmusiker haben sich um einen E-Gitarristen und einen Schlagzeuger vermehrt und füllten die komplette KUL Bühne. Dabei schafften sie trotz extremen Platzmangels eine tolle Choreographie beim Disco Gassenhauer "Born to be Alive" zu promoten.

    Die eigenen typischen Blechhauf'n Kompositionen und Arrangements ließen die Ohren der Zuhörer so richtig schlackern. Aufgelockert durch Entertainer-Qualitäten nahmen sich die Musiker gegenseitig aufs Korn, erzählten Witze und sorgten für entspannte Unterhaltung.

    Die Freude am Musizieren schwappte in voller Lautstärke auf das begeisterte Publikum über.


  • Fr.30.05.14Gaubüttelbrunn

    Blechblas-Magier zum Jubiläum

    Stehende Ovationen für „da Blechhauf'n in Gaubüttelbrunn

    Für das 100-jährige Bestehen des Musikvereins Eintracht Gaubüttelbrunn wollte der Veranstalter bewusst nicht auf eine in der Region bekannte und bewährte Formation zurückgreifen, sondern ging das Wagnis des doch für die meisten Unbekannten ein. Und so fiel die Wahl auf da Blechhauf‘n aus dem österreichischen Burgenland. Für die Anwesenden Besucher in der gut gefüllten Musikhalle sollte das Wagnis zum Erlebnis werden.
    Mit der Ankündigung von „Blechblas-Magiern" und „Artisten des Messings" setzte der Vorsitzende des Musikvereins Thomas Haaf bereits bei der Vorstellung der Band die Messlatte auf ein stattliches Niveau. Nach wenigen Minuten wurde klar: Messlatten sind für da Blechhauf‘n kein Richtwert. Da Blechhauf‘n spielt in einer eigenen Liga, deren Beschreibung mit Worten unzulänglich ist. In ihrem perfekt inszenierten neuen Programm „Burning Lips" begleitete die siebenköpfige Formation die Zuschauer in der ersten Konzertstunde auf eine waghalsige Reise nach Las Vegas, wo das perfekte Verbrechen verübt werden sollte. Ziel der Blechblas-Mission: der Tresor eines Casinos.
    Auf der beschwerlichen Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten mussten die Musiker so manches Hindernis überwinden. Mit neuinterpretierten Melodien vieler bekannter Stücke, von Mozarts „Zauberflöte" über Filmmelodien wie „das Boot" spielten sich die Musiker in die Herzen der Zuhörer und zeigten dabei ihre unbegrenzte Möglichkeit musikalischer Finesse. Das Publikum der Musikhalle stand im Bann. Während die Musiker auf der Bühne die Titanic sinken ließen und ihren eigenen Untergang nach den Klängen von „Näher, mein Gott, zu Dir" gerade noch abwenden konnten, herrschte im Zuschauerraum andächtige und ehrfurchtsvolle Stille. Die feinen Pianostellen des Programms sind es, die dem Publikum die Feinheit und Perfektion der Musiker vor Augen führen und damit ein Live-Erlebnis mit Tonstudio-Qualität liefern.
    Einzig durchbrochen wird die Andacht dabei mit dem gekonnt vorgetragenen Slapstick der Österreicher zwischen Bananenwitzen und Aufreißersprüchen. Die vielen kleinen Gags der Musik-Show sind dabei nicht nur Beiwerk. Sie runden das Musikerlebnis ab und führen zu einem rasenden Konzerterlebnis, bei dem nicht nur die Ohren, sondern auch die Lachmuskeln voll auf ihre Kosten kommen. Ein Höhepunkt, und damit ist auch die Tonhöhe der Trompeten gemeint, reiht sich dabei an den nächsten, untermalt von den rasanten Bassläufen des genialen Helikonisten und Bandleaders Albert Wieder. Das in erster Linie mit Musikern besetzte Publikum zeigte seine Begeisterung immer wieder mit lang anhaltendem Szenenapplaus.
    Nach der Pause zeigten sich da Blechhauf‘n in ihrer XXL-Besetzung. Zu den 7 Bläsern gesellten sich noch ein Schlagzeuger und ein Gitarrist dazu. Wie in der Ankündigung zum zweiten Teil versprochen, wurde die Musik nun durch die Verstärkung der Band noch kraftvoller. Dass sich rhythmische Präzision und zartseidene Klänge nicht ausschließen müssen, wurde dem Publikum nicht zuletzt mit der von stehenden Ovationen begleiteten Zugabe „Gabriella's Song" verdeutlicht.


  • Fr.30.05.14mainpost.de

    Ein Haufen Blech und viele Zugaben

    http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Ein-Haufen-Blech-und-viele-Zugaben;art779,8158453
  • Mi.15.08.12volksfreund.de

    Mosel-Musikfestival

    Jungens, kommt bald wieder
    Das Mosel Musikfestival ist ein Festival der klassischen Musik. Ab und zu aber gibt es auch Ausflüge in die Unterhaltung. Niveauvoll und mit Charme, wie man jetzt im Innenhof des Kurfürstlichen Palais in Trier erleben konnte.

    Nicht nur die Blasmusik, auch die Gesangseinlagen, hier von Christoph Haider-Kroiss (links) und Christian Wieder, waren gehaltvoll und unterhaltend. TV-Foto: Gerhard W. Kluth
    Trier. Sie nennen sich selbst "eine Ansammlung von sieben (vermutlich) männlichen Menschen, die sich zusammengerottet haben, um Musik für andere zu spielen". Das es sich dabei in erster Linie um Blechblasmusik handelt, sagt schon der Name der "Zusammenrottung": Da Blechhauf\'n.
    Festival-Intendant Hermann Lewen hat in jedem Jahr ein Bläserensemble in seinem Programm. Sei es Mnozil Brass, London Brass oder German Brass. Alles international bekannte Ensembles mit bestem Ruf. Das Septett aus dem Burgenland passte bestens in diese Reihe, auch wenn sie so ganz anders waren.
    Technisch präsentierten sich die Österreicher als exzellente Musiker. Von der Piccolotrompete bis zur Helikontuba beherrschen sie ihre Instrumente perfekt und könnten in jedem Orchester unverzüglich mitspielen. Da kam man gelegentlich schon ins Staunen, wenn man die gehauchten leisen Töne und die präzisen Läufe hörte.

    Auf ganzer Linie geistreich

    Musikalisch wusste man nicht so ganz, woran man mit dieser Mixtur aus geistreichen Klangarrangements und ebenso geistreichen Wortbeiträgen war. Da flog auf einmal "La Paloma" (Tribute to Freddy Quinn) durch den Innenhof des Kurfürstlichen Palais, die Police Academy stand plötzlich auf der Bühne und aus dem "King of the Road" wurde eine Queen. Aber dann gab es Polka und Walzer - und man wurde unweigerlich an die Original Oberkrainer erinnert. Das Ganze in einer Zusammenstellung, die auch bei den Liedbeiträgen einfach nur Spaß machte.
    Dieser Blechhaufen aus der Alpenrepublik lässt sich offensichtlich nicht in eine Schublade pressen. Jubelrufe und begeisterter Applaus der 500 Zuhörer prasselten auf das Septett ein und nötigte ihm drei Zugaben ab. Es hätten auch ruhig noch mehr sein können. Frei nach Freddy Quinn: Jungens, kommt bald wieder.


  • Mi.15.08.12Kulturstiftung Hohenlohe

    Hohenloher Kultursommer

    Bis die Ventile im Schlosshof glühen

    Da Blechhauf’n beim Hohenloher Kultursommer

    Von Bertram Kottmann (Bild: Bertram Kottmann)

    Öhringen Nein, er ist kein Ablade­platz für geschrottete Limousinen. Da Blechhauf’n, das sind sieben Blä­ser aus Österreich, die seit zwölf Jahren auf Tour sind. Wie sie nach Hohenlohe zum Auftrittsort kommen, ist der Plot ihres Livepro­gramms. Mit einer fetzigen Jazzou­vertüre von Barnum steigen sie ein. Messerscharf durchsticht eine hohe Trompete die Abendschwüle. Kaum im Auto schnalzen sie sich hinein in Roger Millers „King of the road". Und zu solchen werden sie schnell, die abgezockten Typen. In den schrillen Anzügen, hinter Son­nenbrille und Pokerface stecken akademisch ausgebildete Musiker feinster Körnung. Dass die speziel­len musikalischen Grüße an die Queens of the road im Publikum an­kommen, versteht sich.

    Truck Albert Wieder, Chef und Ar­rangeur, lässt sein Helikon durch den Schlosshof brummen wie ein schwerer Truck. Ehe sich die Trup­pe verfährt, wird das sprechende Navi eingeschaltet, denn „Wenn Opa seinen Diesel lenkt, er immer an die Liesel denkt" in seinem Cermedes. So flach die Kalauer ab und an sind, musikalisch geht es auf Klettertou­ren siebten Grads. Und die Kerle verspielen sich nie. Auch nicht bei der Imitation eines ständigen Sen­derwechsels im Autoradio. Da blitzt Stück um Stück auf, was sie draufhaben: Alte und Neue Musik, Boden­ständiges und Jazz, Herzhaftes aus dem Burgenland. Singen können sie auch. Aus dem Autoradio erklingt Tom Jones’ „Delilah" so, als ob der Waliser selbst oben stünde. Bis mit Modulationen und grotesken Läu­fen das Helikon „Delilah" zerfetzt: „And she laughed no more".

    Schwyzerdütsch Dann führt ein ir­regewordenes Navi den Blechhaufn in schönstem Schwyzer­dütsch über Öhringen nach „Mächi-co". Das Land der Trompeten, in dem Männer ohne Auto Car-los hei­ßen, wird mit flinken österrei­chischen Zungen geehrt. An der nächsten Raststätte besinnt man sich der Polka. „Kannst du Knödel kochen, frag ich mich seit Wochen?" ist das Alleinstellungsmerkmal für eine potenzielle Eheschließung.
    Falls ja, isst man „Wie im Him­mel". Bei Gabriellas Song aus dem gleichnamigen Film singen die Mannen wie unschuldige Choristen und blasen die letzten dräuenden Wolken vom Öhringer Nachthim­mel. Mit solchen musikantischen Zauberstücken geraten sie in drama­turgische Nöte. Was soll da noch kommen? Etwa eine moschelnde Polka oder eine Parodie auf diese? Beides gelingt. Nach Sendeschluss im Autoradio erklatscht das begeisterte Publikum noch zwei Zugaben.


  • So.06.05.12Clarino, forte

    CD-Rezension "On the Road"

    Die Maschinen qualmen wieder

    “Da Blechhauf’n” meldet sich mit neuer CD zurück und gibt darauf mächtig Gas. Kein Wunder, denn die Österreicher sind ja jetzt auch „On the Road“.
    Und wenn man eben so viel und oft auf der besagten Strecke ist wie die sieben Bläser vom „Blechhauf’n“, kann man so allerhand erleben. Fühlt man sich gerade noch wie der „King of the Road“, kann man im nächsten Moment schon „in da Fremd“ stehen. Oder jemand von der „Police Academy“ klopft an die Scheibe. In dieser Situation wäre es wohl nicht sehr ratsam „Mei Auto sauft so vü wia I“ zu singen oder gar zu fragen „Kannst du Knödel kochen?“.
    Ob die neue Scheibe eine Arte Reisetagbuch der Crossover-Blasmusiker ist, wissen wir nicht. Wenn ja, würde uns aber schon interessieren, wie man sich so fühlt als „Ghostrider in the Sky“.
    Wie auch immer, die Musiker lassen ihre Maschinen qualmen und hinterlassen mit „On the Road“ tiefe Spuren im Asphalt. Der Motor läuft dabei immer rund und stotterfrei. Und egal ob im schonenden, leisen Betrieb oder im drei- und viergestrichenen Drehzahlbereich: „Da Blechhauf’n“ behält die Kontrolle und bleibt nicht auf der Strecke, sondern weiterhin „On the Road“.


  • So.06.05.12mucke

    CD-Rezension "On the Road"

    Auf dem richtigen Weg

    Ja was ist denn hier los? Hat sich „da Blechhauf’n“ etwa im böhmisch-mährischen Hoheitsgebiet verirrt – oder besser: verfahren?
    Kein Ding, kann ja mal passieren, wenn man ständig „On the Raod“ ist, so wie die sieben Blechbläser aus dem österreichischen Burgenland.
    Falsch gedacht. Denn diese Formation hat hier sehr wohl ihre Daseinsberechtigung, schließlich kommt keine Blechhauf’n-CD ohne Poka, Walzer oder Marsch aus – wenn auch die Besetzung und die Arrangements nicht unbedingt dem vermeintlichen Standard entsprechen. Dass die Combo die traditionelle Blasmusik nach wie vor nicht aus den Augen bzw. aus den Ohren verliert, beweist sie auch auf der neuen Scheibe „On the Road“.
    Für diese wurden nämlich nicht nur Brüller wie Johnny Cashs „Ghostriders in the Sky“ oder der „Police Academy March“ eingespielt.
    In der traditionellen Ecke finden sich beispielsweise die tschechische Polka „Hodova“ von Frantisek Kotásek oder der Gänsehaut-Walzer „Pix“. Außerdem erklingen die Polka „in da Fremd“ und der Mosch-Klassiker „Kannst du Knödel kochen?“. Dieser wurde selbstverständlich mit Gesang eingespielt, jedoch nicht butterweich á la Mosch/Bummerl, sondern eben im Blechhauf’n-Style – Standard kann schließlich jeder ….


  • Mi.15.09.10VBB v.15.09.2010

    Viechtach maw

    Fulminante Blasmusik im Comedy-Gewand
    "Da Blechhaufn" aus dem Burgenland beschließt den "Vejdacher Saitensprung 2010"
    Mit einem blasmusikalischem Feuerwerk sorgte die österreichische Kultband "Da Blechhaufn" am Sonntagabend in der voll besetzten Viechtacher Stadthalle für ein furioses Finale des Kneipen und Musikfestifals "Saitensprung"
    Auch Abordnungen der Stadtkapelle Viechtach, der Vejdacher Fanfaren, der Burgdorfmusikanten und der Altnußberger Musikanten fanden sich unter dem bunt gemischen Publikum, das sich dieses Blasmusikspektakel nicht entgehen ließ. Und obwohl das was die sieben jungen Burschen aus dem Burgenland zu bieten haben, nur noch bedingt etwas mit der konventionellen Blasmusik zu tun hat, kamen auch die Anhänger der tradionellen Genres auf ihre Kosten.
    Was Christoph Geza Haider Kroiss, Alexander Krenn, Christian Wieder, (alle Trompete/Flügelhorn) Bernhard Holl (Posaune), Georg Steiner (Bassposaune), REinhold Bieber (Posaune/Basstrompete) und Albert Wieder (Helikon) an diesem Abend zu Gehör brachten, war eine beindruckende Demonstration dessen, welch hervorragende Musik sich -die notwendigen Fertigkeiten vorausgesetzt - mit einem kleinen " Haufen Blech" erzeugen läßt. Einmal mehr bewahrheitete sich hier das Sprichwort, dass wirkliche Kunst von Können kommt.
    Zumeist herzerfrischend frech, witzig und lautstark, doch bisweilen auch mal zart und leise musizieren sie mit einer Leidenschaft die ihnen förmlich aus den Augen abzulesen war. "Blechmusikalisches" Entertainment pur - live und unplaged! Elektronische Hilfsmittel , die über ein Mikrofon für ihre Ansagen und Gesangseinlagen hinausgehen, haben diese Porfimusiker die ihre Instrumente und Stimmern ebenso berfekt beherrschen wie ihre komödiantischen Einlagen, nicht nötig.
    Beginnend mit einer schmetternden Eröffnungsfanfare begab sich das Ensemble in seinem Programm "in vino veritas" mit den Zuhörern auf die musikalische Suche nach der Wahrheit, welche ja zumindest nach Plintius dem Älteren bekanntermaßen im Wein zu finden ist. Eingebettet in eine "rythmische Messe" lieferte es "der lieben Gemeinschaft im Saale"dabei in einem ständig fliegenden Wechsel zwischen Tradition und Moderne und zwischen ernsthafter Musik und Comedy, der sich sogar im Bühnen-Outfit (Sakko, Weste, Krawatte und Kniebundhose) widerspiegelte, einen wahren Genuss für Auge und Ohr.
    Es ist gleichermaßen erstaunlich wie bewunderswert, was man allein mit dynamischen Mitteln, Rythmus-, Tempo- und Tonartwechsel aus der herkömmlichen Volksmusik herausholen kann. So begann etwas das bekannte Lied "oana hod immer des Bummerl" zunächst wie gewohnt im langsamen 3/4 Takt um dann nach einer Gesangseinlage plötzlich im mitreißend-lässigen Jazz-Feeling zu enden.
    Nahtloser Wechsel in alle Stilrichtungen
    Da wurde innerhalb eines Stückes oft mehrfach nahtlos in andere Stilrichtungen gewechselt; reichten sich Märsche, Polkas, Walzer und Heurigen Lieder mit Herb Alperts "Tijuana Taxi" oder Elvis Presleys "you were always on my mind" die Hand und folgten schwungvolle Ausflüge in russische, afrikanische, lateinamerikanische oder orientalische Gefilde auf typisch bayrisch-böhmische gerade Taktmaße.
    Darüberhinaus gab es einen Rückblick auf den österreichischen Eurovision-Song-Contest-Beitrag 1980 " Du bist Musik" eine kurze Anleitung zur Weinherstellung, einige Schüttelreime und schließlich eine musikalisch schauspielerische Abhandlung über die Nachwirkungen eines allzu ausgiebigen abendlichen Weinkonsums, gegen die nur ein umfangreiches morgendliches Fitnessprogramm hilft.
    Bei all dem wurden von diesen Vollblutmusikern mit scheinbarer Leichtigkeit. lässig mit einer Hand in der Hosentasche, die schwindelerregensten Läufe gespielt, während der Vorträge diverse Tanzeinlagen hingelegt, oder auch schon mal ganz beiläufig die Instrumente einer Generalreinigung unterzogen.
    Deshalb war es keinesfalls überraschend, dass das hellauf begeisterte Publikum schon während des Konzertes immer wieder durch Beifallbekundungen seine Begeisterung lautstark zum Ausdruck brachte.
    Und natürlich wurde der Gruppe am Schluß Ihres zweieinhalbstündigen Programmes, das nur durch eine kurze Pause unterbrochen wurde in der man sich beim "Förderverein für Kinder im ländichen 'Bereich'" mit einem kleinen Imbiss versorgen konnte, dann auch nicht ohne mehrere Zugaben von der Bühne gelassen, bis mit dem Lied "Wir wollen niemals auseinandergeh'n" und dem darauffolgenden unmissverständlichen Einwand "Doch sag niemals nie" dieser Abend und damit auch der "Vejdacher Saitensprung 2010" undwiderruflich zu Ende ging.


  • Di.14.09.10Kötzinger Zeitung

    Kult-Blasmusik made in Austria

    Kult-Blasmusik made in Austria
    "Da Blechhaufn":Mit Schmäh, Ironie und Brass-Entertainment der Extraklasse
    Viechtach. Letztes Jahr noch als "Insider-Tipp" gehandelt, war das angekündigte Konzert mit der österreichischen Parade-Boy-
    Blechband in Viechtach ein "Muss" für alle Fans der außergewöhnlich inszenierten und dabei top professionellen Brassmusik. Einen nachhal(l)tigeren Abschluss für das Viechtach Musikfestival "Saitensprung" hätte es definitiv nicht geben können.
    Knapp 200 Musikfreunde freuten sich schon seit Wochen auf das Konzert mit den sieben Jungs aus Österreich, dem "Blechhaufn". Wußten letztes Jahar viele noch nicht, auf wen oder was sie sich eingelassen hatten, so hatte sich der musikalische (und kaberettistische" Kultfaktor der sympathischen Burgenländer vor dem zweiten Viechtacher Konzert schnell herumgesprochen. Mit ihrem neuen pseudo-philosophischen angehauchten Programm "in vino veritas"zündeten die jungen Profimusiker, allesamt mit akademischer Musikausbildung, ein wahres Feuerwerk aus witzig-schräger, österreichisch-charmanter und oftmals auch (selbst)ironischer Comedy. Im Mittelpunkt stand dabei die Suche nach der universellen Wahrheit, den die Jungs -nomen ist omen - schließlich auch im guten burgenländischen Wein fanden. Und das alles nach diversen "Therapiesitzungen" inklusive schwieriger Vergangenheitsbewältigung mit der Auseinandersetzung mit dem Sinn des Lebens, des Liebens - und wie soll es anders sein - natürlich dem Vino. Ein unnachahmliches Entertainment mit Slapstick, Lyrik, Zauberei, Neckerei, Skigymnastik, viel Schmäh und einem "Gschau" das die gleichzeitig locker-lässig unter Beweis gestellte Musikprofessionalität fast ad absurdum führte. Denn bei allem liebenswürigen Klamauk kam die Musik nie zu kurz, ganz im Gegenteil.
    Die große Liebe der sieben Jungs gehört eindeutig der Brassmusik, die beim Konzert im wohlverdienten Mittelpunkt stand und die Zuschauer grenzenlos begeisterte, wie der schallende Applaus nach jeder Darbietung bewies.Die Trompeter Alexander Krenn, Christian Wieder, Christoph Haider Kroiss, die Posaunisten Reinhold Bieber, Bernhard Holl, Georg Steiner(Posaune) ließen zusammen mit Albert Wieder am Helikon(kultig.Wieders Blick und seine linke Hand stets lässig verstaut in der Knickerbocker) keinen Zweifel daran, das sie am Blech zu den absoluten Top-Musikern zählen. Fulminant, je nach Stück mal energievoll, mal sanft- emotional und in der Klangfarbe stets absolut brillant. Das Publikum bekam bombastische Märsche, heitere Landler ebenso zu hören wie klassische Balladen. Aber (meist) nicht in der herkömmlichen Form, sondern oftmals "Blechhaufn mäßig" umarrangiert zu unvergleichlichem Blech-Rock, Funk und Swinging-Jazz. Als Zuhörer hätte man den jungen Musikern noch stundenlang zuhören und zuschauen können. Und so war es dann nur eine logische Konsequenz, dass das Publikum die Bläser erst nach drei vehement erklatschten Zugaben von der Bühne ließ.
    FAzit: Als (humoristischer) Augen- und noch viel größerer Ohrenschmauß - so präsentierte sich "Da Blechhaufn" aus Österreich in Viechtach. Bleibt nach dem wunderbaren Konzert nur zu hoffen, dass es bald ein Wiedersehen und -hören gibt.


  • Fr.03.09.10CrossOver - Netzwerk für Jugenkultur

    Online-Artikel

    http://www.crossover-agm.de/dcDaBlechhaufn09.htm

    CD-Review - CrossOver - Netzwerk für Jugendkultur/Network For Youth Culture


  • Fr.03.09.10Wunsiedel Tageszeitung

    Hartwig Küspert

    Von A wie Achterl bis Z wie zauberhaft
    Im Rahmenprogramm der Luisenburg-Festpiele gastiert "Da Blechhauf'n". Die siebenköpfige Truppe überzeugt mit spritzig-geistvoller Performance.
    Man könnte meinen, es wäre Bebop, was die sieben da vorn unter der Linde im Hof des Wunsieler Fichtelgebirgsmuseums, zelebrieren: der schwindelerregend rasenten Soli von Trompeten, Posaune und des Tuba-artigen Helikons wegen. Man könnte aber auch meinen, "Da Blechhaufn"aus dem Burgenland spiele besonders gekonnte steirische Landler, böhmische Dreher oder zackig-schneidige Märsche, die sie der hochmittelalterlich-würdigen Spitalkirche schmissig um den Turm schmettern. Oder es sind allerlei witzige Parodien etablierter Schmonzetten, von A wie "a Achterl" der Weana Weinseligkeit bis zum Z der "Zauberhaften reizenden Patrizia", vom F wie "Firedance" bis zum W wie Wagnerzitat aus der "WAlküre", wuchernder Wortwitz und Wahrheitssuche im Weinglas. Das alles sind Facetten, die nur unzureichend die spritzig-geistsprühende Performance der Truppe beschreiben.
    Gesang, komische Dialoge, Schüttelreim-Kaskaden mit Hintersinn, Männerballett mit Pfiff, Zauberwein aus gefallteter Zeitung, in die zuvor das Kondenswasser aus den Instrumenten getröpfelt ist - und ein salbungsvoll salbadernder Pfarrer, der seine Gemeinde auf den "Weg zur Wahrheit" führen will und dabei immer wieder "in vino veritas" zitier: Das ist die Mixtur, die "Da Blechhaufn" fürs Rahmenprogramm der Luisenburg-Festpiele angerichtet hat, auf dass sein begeistertes Publikum sie genussvoll goutierte.
    Die Hauptmahlzeit aber besteht darin, dass hier sieben ausgezeichnete Blechbläser in bombensicherer Harmonie die Musik zum Besten geben, die ihnen selbst am meisten Spaß macht, unabhängig von Stilen und Kategorie. Vom Latino-Jazz bis zu türkischer Melodik - immer ist es authentischer "Blechhaufn", den Möglichkeiten und Vorlieben der Musiker hauteng auf den Leib geschneidert und arrangiert. Und immer ist es treffend, gekonnt und witzig gemacht. Wenn sie sich das "Du bist Musik" besonders vornehmen, so hat das leitmotivischen Charakter. Es ist immer Musik was sie machen - sehr gute Musik.
    Das ist eine der Wahrheiten, zu denen die pfarrherrliche Confernce führt. Die andere ist der Wein (die Bläser bezeichnen sich als Weinhauer, einer der ihren ist tatsächlich Weinbauer, und der Blaufränkische, den sie dabei haben, ist aller Ehren wert). Die dritte Wahrheit aber ist die Liebe. Die berühmte österreichische Dreiheit "Wein-Weib-Gesang" allerdings wird was ihr Zentrum betrifft, von den sieben Herren diskret-vornehm-zurückhaltend behandelt. Erst in der dritten Zugabe, nach langem und rhytmischen Beifall, besingen sie die "Girls,Girls,Girls" -und auch dies ironisieren sie augenzwinkernd auf ihren Mundstücken.
    Wie wäre es, diesen Blechhaufn alljählich in den Museumshof zu karren?


  • Mo.21.06.10Ludwigsburger Kreiszeitung

    angelika baumeister

    SKURILL UND EINFACH GENIAL
    "Da Blechhaufn" begeistert das Publikum in der SKV-Halle Ingersheim
    Sieben gestandene Mannsbilder in Kniebundhosen betreten die Bühne und legen gleich los. Traditionell und doch ungewohnt, bodenständig und intellektuell zugleich. Auf jeden Fall nicht provinziell. "Da Blechhaufn" aus Österreich begeisterte beim Konzert in der SKV-Halle.
    Der Ingersheimer Jürgen Würth hatte nicht zu viel versprochen. er ist längst ein Fan des Septetts aus dem Burgenland und hatte deshalb die fixe Idee, die Jungs mal in Ingersheim auftreten zu lassen. Und Würth, der im örtlichen Blasorchester aktiv ist, setzte das kühne Vorhaben - unterstützt von Freunden, Bekannten und Verwandten - kurzerhand um. So kam es zu dem Konzertabend, den immerhin 200 Musikbegeisterte besuchten.
    Das Publikum kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, der Applaus war überwältigend, die sieben Österreicher entzückten und ließen an diesem Freitagabend auch alle die Niederlage der deutschen Nationalkicker schnell vergessen. Was die Blechbläser vor allem auszeichnete:makelloser und voller Klang, dargeboten von Vollblutmusikern, die auch immer zu einem Spaß aufgelegt waren. Die sieben Intrumentalisten führten das Publikum mit Schmäh und Charme immer wieder aufs Glatteis. Was anfangs wie eine alpenländische Volksmusikveranstaltung daherkam, entwickelte sich schnell zum Happening von Pop, Rock und Jazz. Zwischendrin war auch noch feierliche Klassik zu hören.
    Die Arrangements bekannter Meldoien entwickelten ein anarchisches Eigenleben, Musik wurde als allumfgassend erlebbar. Dazu kam die nötige Prise Unterthaltung, die dem Abend die Krone aufsetzte. Dier Blechbläser betörten auch mit Gesang, Gymnastik und skurriler Attitüde.
    Kopf der Truppe ist der mit dem tiefsten Instrument: Albert Wieder am Helikon - einer Art Tuba - spielte lässig mit der Hand in der Tasche, ohne aber je seine musikalische Genialität in Zweifel zu stellen. Die unterschiedlichen Typen, die da zu Werke gingen, machten die Amüsements perfekt. Der weltabgewandte Lyriker, der Schelm, der Übermütige, der Sportliche, der Zauberer und der rotwangige Bub mit dem Schalk im Nacken. Das Publikum geriet bei dieser Mischung einfach außer Rand und Band.


  • Mi.17.03.10Dachauer SZ

    Reante Zauscher

    Lautstarke Begeisterung für einen Haufen Blech
    Sieben Bläser aus Österreich beschallen die Weilachmühle in Thalhausen mit ihrem breit gefächerten und sehr unterhaltsamen Repertoire

    Thalhausen: Eine Bühne voll gestandener junger Männer und blitzender Blasinstrumente: Optisch wie akustisch was das Konzert, das vor kurzem in der Weilachmühle von Thalhausen stattfand, ein absolutes Novum. Denn selten geht es so lautstark in der alten Mühle zu und noch nie waren es ausschließlich Blechbläser, die das Thalhauser Publikum zu solchen Begeisterungstürmen wie am Freitagabend hinrissen.
    "Da Blechhauf'n" nennen sich die sieben jungen Leute, die aus Österreich, und zwar in der Mehrzahl aus dem Burgenland und der Steiermark kommen und sich in den vergangenen Jahren einen Ruf als erstklassige Musiker und witzige Unterhalter erworben haben. Alle sieben Profis: Sie haben gemeinsam an der Außenstelle der Grazer Universität im burgenländischen Oberschützen studiert und arbeiten in verschiedenen Orchestern: Tubaspieler Albert Wieder beispielsweise an der Wiener Staatsoper, sein Bruder Christian Wieder und Alexander Krenn, beide Trompeter, an den Musicalbühnen des "Ronacher" und des Raimundtheaters in Wien oder Posaunist Bernhard Holl am Burgtheater.
    Was den Abend in der Weilachmühle so unterhaltsam machte, war die enorme Spannbreite des Repertoires, über das dieser Haufen Blech verfügt. Ob die fetzige tschechische Polka, der alpenländische Landler, ein ironisch intoniertes Wienerlied oder ein kurzer Ausflug in die Barockmusik: Alles klingt so, als würden sich die sieben Blechbläser, zu denen auch noch Christoph Haider-Kroiss (Trompete) und die Posaunisten Reinhold Bieber und Georg Steiner gehören, ausschließlich im jeweiligen Musikgenre bewegen.
    Vom Big-Band-Sound wechseln sie unvermittelt hinüber zu den romantischen Klängen einer Elvis-Schnulze, vom steirischen Marsch in die orientalisch anmutende Komposition "Turkish Brass" des Amerikaners Don Ellis. Und wenn einer der Bläser kurz eine Trommel zur Hand nimmt, wird klar, dass Landler und Zwiefache durchaus auch einiges gemein haben mit Musik aus Afrika.
    Die Sieben vom Blechhauf'n aber sind nicht nur erstklassige Instrumentalisten: Auch stimmlich können sie sich hören lassen. Wenn Georg Steiner auf Polnisch von der Liebe singt oder Alexander Krenn von der "zauberhaften Patrizia", dann klingt das höchst professionell. Auch Tubaspieler Albert Wieder versteht es nicht nur, seinem Instrument höchst lässig, eine Hand in der Hosentasche, tiefe und tiefste Töne zu entlocken, sondern auch stimmlich in imponierende Tiefen abzutauchen.
    Die musikalische Heimat der Sieben vom Blechhauf'n liegt zwar weit weg von Wien und dem Wienerlied, aber Wiener Schmäh oder das, was man im bayrischen Ausland dafür halten mag, spielt dennoch eine wichtige Rolle in ihrem österreichischen Selbstverständnis. Da wird vom Wein geredet, gesungen und geblasen, werden alte Hans-Moser-Lieder zitiert und weinselige Säufer parodiert.
    "In vino veritas" heißt schließlich auch das Motto, unter dem der Abend stand, und wer wollte, konnte sich davon sogar zum Kauf einer Flasche mitgebrachten burgenländischen Blaufränkischen animieren lassen. Jenseits von Wien und Weingenuss aber waren es die Musiker selbst, die das Thalhauser Publikum begeisterten: Erst nach mehreren Zugaben und nicht enden wollendem Applaus ließ man die Österreichen schließlich zurück nach Hause fahren.


  • Di.16.03.10suedkurier-de

    bodenseekrei-oberschwaben

    Salem
    Bei diesem Bläser-Septett fliegt das Blech weg
    Einfach furios: "Da Blechhauf'n" aus dem Burgenland begeistert sein Publikum im "Prinz Max"
    Salem(hg) Blasmusik der Extraklasse im "Prinz Max" in Neufrach. Und frenetischer Beifall ohne Ende. Das Publikum holte die Gruppe "Da Blehchauf'n" gleich mehrmals auf die Bühne zurück. Die sieben fantastischen Blechbläser aus dem Burgenland boten bei ihrem zweistündigen Auftritt musikalische Klasse und furiose Show.
    Eingerahmt in priesterliche Gebete machte sich der Burgenland-Express auf dem Weg der Wahrheitssfindung. Lebens-philosophisch äußerst amüsant und pfiffig verloren die vielseitigen österreichischen Musik-und Show-Buben Alexander Krenn, Christian Wieder, Christoph Geza Haider Kroiss, Reinhold Bieber, Bernhard Holl, Georg Steiner und Albert Wieder Motto und Ziel "In vino veritas" nie aus den Augen.
    Dass ein so kleiner Bläser-Haufen mit einem großen Haufen Blech zwei Stunden lang beim Publikum für kurzweiligen Musikgenuss, ungetrübtes Vergnügen und heitere Begeisterung sorgen kann war bewundernswert. Was da drei Posaunen, drei Trompeten und ein Helikon (Grundbesetzung) an schönen und "schrägen" Tönen hervorbrachten war einfach toll.
    Musik auf höchstem Niveau mit verschiedensten Ausleuchtungen und Dimensionen. Musik im Polka-,Marsch- und Walzertakt, aber auch im herkömmlichen und bodenständigen Blechblasen. Ernst,heiter,ironisch und auch einmal zynisch. Leise,laut und noch lauter. Locker,lässig,entspannt und doch auch hoch konzentriert. Und dies alles verbunden mit entzückenden Gesangsbeiträgen, tänzerischen Einlagen sinnig-humorvollen Kurztexten und mitreißenden,witzigen Show-Effekten. Professionelle Unterhaltung und Performance vom Feinsten. Ein großartiges Spektakel.
    Und immer wieder ging es um den Wein, in dem ja nch Plinius dem Älteren die Wahrheit liegt. Wie ein guter Wein boten die sieben alles auswendig vortragenden Blechbläser das Ergebnis gereifter,fruchtiger Beerenauslese erregend, erfrischend, manchmal naturtrüb, aber immer prickelnd.Ein Klang- und Schauerlebnis, das alle Sinne entzückte und bei den Veranstaltungsbesuchern lange nachwirken wird.
    Wer den musikalisch-theatralischen Auftritt im "Prinz Max" miterlebt hat, den wird es nicht mehr überraschen, dass "Da Blechhauf'm" als Burgenlands Parade-Boy-Blechband bekannt ist. Die akademisch gebildeten jungen Musiker zelebrierten ihr fantastisches Programm von der ersten bis zur letzten Minute. In den Titeln "Gö, Du mogst mi" oder "Du bist Musik" wurde deutlich, was den Musikern zuvorderst am Herzen liegt: Die Liebe zur Musik und zum Publikum. So kamen die Fans brillanter Blas- und Volksmusik gleichermaßen auf ihre Kosten wie die Freunde musikalischer Comedy. Kurz gesagt: ein zweistündiges Rundum-Vergnügen.
    Und auch das Kulturforum Salem hatte an diesem Abend allen Grund zur Freude und zum Lachen. Denn es hatte einen Volltreffer gelandet.


  • Di.16.03.10Salem-Bermatingen-SZON

    SALEM/sz Mitarbeiter Mathias Schof

    "Da Blechhauf'n" unterhält vielfältig
    Eine unterhaltsame Mischung aus Musik, Theater, Comedy und Zauberei bietet die Formation "Da Blechhauf'n" aus Österreich, der das Publikum im Prinz Max begeistert hat.
    Laut schmetternd aber auch flüsternd leise, die sieben Musiker des Blechhaufns beherrschen ihr Handwerk perfekt. Sieben Musiker in Kordhosen mit Kniestrümpfen, unpassenden Jackets - im Kontrast zum ungewöhnlichen Erscheinungsbild präsentiert sich der "Haufn" mit einem beindruckenden Klangbild.
    Was aussieht wie eine Kapelle von ungehobelten Bauernjungen entpuppt sich als eine Gruppe Vollblutmusiker, erstklassige Theaterspieler - einfach ein unbeschreibliches Gesamtkunstwerk. Alexander Krenn, Christian Wieder, Christoph Haider-Kroiss, Reinhold Bieber, Bernhard Holl, Georg Steiner und Albert Wieder aus dem Burgenland - nach Bandbeschreibung der mittlere Osten Österreichs - präsentieren sich mit unglaublicher Spielfreude und einer umfassenden musikalischen Bandbreite. Wer schafft es sonst schon "It`s now or never" von Elvis Presley, die Anfangsmelodie von "Star Trek Voyager", Beethovens "Bagatelle" und "Gö, du mogst mi" in einem Programm zu kombinieren.
    Es ist aber nicht die Musik allein, die einen Abend mit dem Blechhaufn so unverwechselbar macht. Die Bandmitglieder unterhalten zwischen den Stücken mit akrobatischen Einlagen, komödiantischen Theaterstücken und satirischen Dialogen. So bleibt kein Auge trocken wenn zu Beginn ein Pfarrer - statt Talar mit Rapid-Wien-Fanschal - die Gemeinde begrüßt, im weiteren Verlauf des Abends aus den Speichelresten in den Instrumenten scheinbar Wein gemacht wird und die Akteure sich in den komischen Verkleidungen zeigen. Besondere Lachsalven erntet sie aber mit ihren vorgetragenen Texten und Gedichten in schönsten österreichischem Dialekt.
    Der "Blechhauf'n" ist schwer in Worte zu fassen, diese Gruppe kann man nicht beschreiben, nicht auf CD hören - die muss man einfach live gesehen beziehungsweise gehört haben.


  • So.24.01.10Oberbayrisches Volksblatt

    Artikel lizenziert durch OVB online

    "Da Blechhauf'n" im Pflegerstadl

    Ernst Mosch und die Tijuana Brass

    Der Pflegerstadl in Lohen war rappelvoll, als die burgenländische Bläsergruppe namens "Da Blechhaufn'n" nach zwei Jahren wieder auftrat. Die wüst zusammengestückelten Kleidungsstücke sind jetzt einer mild-anarchischen bürgerlichen Kleidung gewichen, das derbe Gaudium hat sich verfeinert, der Spaß aber bleibt. Was an überbordender Albernheit weniger gewordenn ist, hat den Blick beziehungsweise das Ohr frei gemacht für die bläserische Klasse der sieben Österreicher, von denen nun zwei aus der Steiermark kommen. Mittlerweile hat der "Blechhauf'n" sogar einen eigenen Fanshop mit T-Shirts und die Musiker sind praktizierende Weinhauer, sodaß es auch einen 2007er Blaufränkischen zu kaufen gibt.

    Die Musikmischung ist immer noch die gleiche; Märsche, Polkas und Walzer wechseln sich ab mit Schlagern, Jazz und Popmusik, auf eine beispielhaft weich gespielte Polka wie von Ernst Mosch folgt Musik von Herb Alpert und seiner Tijuana Brass (nur nicht so präzise-groovig gespielt), aber das Abwechseln wir oft zu einem Vermischen, die Bläser schlittern sacht von der Volksmusik in den Jazz, parodieren gekonnt die "Kernbuam" und so manche sehr, sehr schräge Volksmusik wandert durch einen verwirrenden Tonartenirrgarten. In einem Walzer tanzt das Helikon vergnügt schlendernd, aber höchst präzise den Rhythmus-Bass, Griegs "Morgenstimmung" klingt so schön wie die Gymnastik zu Polkarythmus verrückt ist.

    Anarchistisch-absurde Gstanzl folgen auf lustige Schüttelreime, auf Woody Hermanns "Firedance" im Schein einer schüchtern brennenden Kerze folgt das so schön kitschige "You were always on my mind".

    Alles ist höchst locker dargeboten, aber von echter bläserischer Perfektion:"Da Blechhauf'n - viel mehr als ein Konzert". So steht's auf der Werbekarte, und so ist's auch. Das kennerische Publikum quittierte sowohl die Späße als auch die musikalische Klasse mit sehr viel Applaus.


  • Do.21.01.10clarino.print hörBAR

    CD "BH"

    Da Blechhaufn
    BH
    Tome Tone Productions/TTP300.909

    Sieben junge Männer von attraktiver Gestalt haben blechblasenderweise, die Bühne erobert. Frisch, frei und wenig fromm lassen sie Grenzen fallen und Bretter wackeln. Für dieses musikalische Entainment und für ihr umwerfendes Äußeres liebt sie das Publikum.
    Beste Unterhaltung bietet den Blechhauf'n-Liebhabern und den Freunden des Blech-Klamauks auch die neue CD der österreichischen Männertruppe, "BH" - genannt nach einem Titel der CD, der "BH-Polka".... oder eben auch nicht...Blechhaufn, Büstenhalter, Bezirkshauptmann, Bohrhaken ...?
    Natürlich zeigen die glorreichen Sieben bei ihren Live-Auftritten einiges, was man auf dieser CD de facto nicht sehen kann. Aber:man hört auch einiges, was live im Strudel der genialen Choreografie, der hinreißenden Mimik und der fesselnden Charmattake fast untergeht.Nämlich, dass jeder einzelne auch ein genialer Musiker ist.
    Von Vivaldi über Chuck Mangione und John Williams über traditionelle Blasmusik bis zum aktuiellen Schmuse-Hit"Gabriella's Song" reicht das Spekturm der eingespielten Titel. "Weniger ist manchmal mehr" heißt es oft und wahrlich - aber nicht für Da Blechhaufn. Da ist nur mehr mehr!

    als


  • Di.15.09.09Kötzinger Zeitung

    Liebenswert-musikalische Spinner

    Angekündigt als "österreichische Kultband" machten die Musiker von "Da Blechhauf'n" am Sonntagabend in der Stadthalle beim Abschlusskonzert des Viechtacher Musikfestivals "Saitensprung in Vejda" diesem Beinamen alle Ehre. Nach einem zweistündigen Topkonzert mit bester Bläsermusik, viel Humor und einer rasanten Unterhaltungsshow war sich das begeisterte Publikum einig: "Da Blechhauf'n" ist Kult!
    ...
    Bei allem komödiantischen Klamauk kommt die wunderschöne Musik aber nie zu kurz. Im Gegenteil: Sie holen aus ihren Blechblasinstrumenten das Ultimative raus.
    Die Musik von "Da Blechhauf'n" ist beeindruckend fulminant, mit enormer Klangfarbe, viel Energie und zugleich viel Herz.
    ...


  • Di.15.09.09Viechtacher Bayerwald Bote

    Österreichische Originale zum Finale

    ...
    Die sieben Männer haben die Zuschauer nicht nur mit ihrer Musik begeistert, sondern auch durch ihre Mimik und Gestik und ihre Einlagen als Clowns, Zauberer, Sänger und Akrobaten für Lacher gesorgt. Im Mittelpunkt des Ganzen stand das Blechblasen, wie der Name der Combo schon sagt, aber nicht unbedingt auf herkömmliche Weise, sondern in "Blechhauf'n"-Manier. Alte Musiktradition traf dabei auf neue Tendenzen der "Blas"-Musik – angereichert mit Wiener Schmäh. Das Repertoire reichte von Marschmusik über Jazzstücke bis hin zu klassischen Serenaden, die bisweilen schräg interpretiert wurden – und das in einer Topqualität.
    ...


  • Di.07.04.09Neue Urner Zeitung

    Ein Musik-Feuerwerk gezündet

    Samstagabend im theater(uri): schwarzer Vorhang, subtiles Licht, auf dem Bühnenboden ein paar Blechblasinstrumente und die Mikrofonständer. «Da Blechhauf'n» marschiert ein, stellt sich mit dem Rücken zum Publikum auf, eine Drehung um 180 Grad, eine präzise geschmetterte Fanfare: Von der ersten Sekunde an ziehen die sieben Musiker aus dem österreichischen Burgenland das Publikum in ihren Bann.
    Ein turbulentes Spektakel
    Während gut zwei Stunden faszinieren die drei Posaunisten Reinhold Bieber, Bernhard Holl und Georg Steiner sowie Alexander Krenn, Christian Wieder und Christoph Haider Kroiss am Flügelhorn und an der Trompete, meisterhaft begleitet von Albert Wieder (Helikontuba) mit einem Galakonzert der Spitzenklasse. Zum 125-Jahr-Jubiläum der Feldmusik Altdorf «spielen und unterhalten» sie nicht einfach, wie sie dies auf ihrer Homepage ankünden, sie bieten vielmehr ein turbulentes Spektakel, das weder musikalische noch visuelle Wünsche offen lässt.
    Helikon-Mann als König
    Die Mischung der Physiognomien der Musiker man entdeckt beim genauen Hinschauen Anlehnungen an die Marx Brothers oder auch an Mister Bean wirkt an diesem Abend fast so atemberaubend wie die meist siebenstimmig gesetzten Arrangements. Mal schmettern die Trompeter viergestrichen notierte Töne, und im nächsten Augenblick taucht Albert Wieder, der Tubist der Wiener Staatsoper, mit seinem Helikon in abgrundtiefen Subkontra-Lagen ab. Dass er dies ganz locker tut, die linke Hand in der Hosentasche, macht ihn zum ungekrönten musikalischen König des Abends. Erst recht, als er in Ludwig Hirschs «Gö, Du magst mi» auch noch vokalistisch-komödiantisches Talent zeigt.
    Auch für «Kultivierte»
    Zwei Stunden lang begeistert «Da Blechhauf'n» mit mitreissendem Sound, zum Teil atemberaubendem Tempo, einem für ein Septett fast unglaublichen Volumen, einer beeindruckenden Leichtigkeit, traumhafter Präzision und einer effektvollen Dynamik. Mal entlocken Krenn, Wieder oder Haider Kroiss in Serenaden dem Flügelhorn ohrenschmeichelnd weiche Töne, dann klingts in Ernst Moschs «Späte Liebe» fast ein bisschen wie beim bodenständigen Frühschoppenkonzert. Und wenn die Trompeten gekonnt schräg und schrill daherkommen, mag dies Liebhaber «kultivierter» Töne wohl dazu veranlassen, die Nase zu rümpfen oder die Ohren zuzuhalten. Doch spannend wird es für diese «Kultivierten» wohl immer dann, wenn sie nicht genau wissen, ob eine angespielte Komposition nun weitergeführt, abgeändert, umgebaut oder mit einer anderen Melodie vermischt wird besonders ausgeprägt in den Nationalhymnen der letzten Zugabe.
    Gelungene Parodie
    Doch «Da Blechhauf'n» fasziniert nicht nur mit seiner Musikalität. Die sieben Akteure auf der Bühne erweisen sich auch als ausgezeichnete Sänger und Unterhaltungskünstler: quicklebendig, witzig, zynisch, manchmal leicht unseriös. Sie pflegen den Schmäh, sie singen, rezitieren. Komik, Pantomime und Parodien wirken nie anbiedernd oder verletzend. Auch nicht, wenn im Streifzug durch die Musikgeschichte von der Urzeit bis zur Moderne die österreichischen Landsleute mit ihrer Hinterseer-Volksmusik als Überbleibsel der Urzeit ihr Fett abbekommen. «Da Blechhauf'n» streut den Humor in dezenten Dosen ein, nicht vordergründig, die Musik bleibt stets im Mittelpunkt.
    Die Feldmusik Altdorf hat mit dem Engagement des Septetts nicht nur sich selber ein passendes Geburtstagsgeschenk gemacht. Sie hat allen Musikfreunden absolut hochwertige Unterhaltungskost ermöglicht.


  • Di.08.04.08Süddeutsche Zeitung

    ... Blasmusik, wie man sie sich wünscht: dynamisch, schmetternd, eindringlich.

    ... Blasmusik, wie man sie sich wünscht:
    dynamisch, schmetternd, eindringlich.

    Die Fähigkeiten der sieben Musiker würden für einen lohnenswerten Abend locker reichen. Doch dazu steckt in jedem einzelnen zu viel Entertainer-Geist: Wer genau hinsieht, kann Anlehnungen an die Marx Brothers bis zu Mr. Bean entdecken. Mimik und Gestik der Musiker bilden das Salz in der Suppe, die das Septett anrührt...

    ... Ein Auftritt voller ungestümer Ideen, schmissig, anstößig und ohrenschmeichelnd. Vor allem aber: sehr unterhaltsam und zum Wieder-Anschauen. Ein klarer Auswärtssieg!


  • Di.21.08.07Allgäuer Zeitung

    Sie sind nicht nur Könner an den Instrumenten, ...

    Sie sind nicht nur Könner an den Instrumenten, sie sind auch Clowns, Zauberer, Sänger und Akrobaten.

    ... Mit einer großen Fanfare beginnt dann ein wahres Blech-Spektakel, das das Publikum fröhlich stimmt. …

    Da spielt die Tuba eine schottische Weise, da ertönen Urwaldklänge und ‚schreiende Affen’ (‚The Lion sleeps tonight’), und da werden Wiener Lieder stilecht mit viel Schmäh interpretiert. Die sieben Vollblutmusiker ziehen beim Spielen alle Register, sind empfindsam oder laut, und wenn’s sein muss auch schräg, mal heftig und deftig und ein anderes Mal feinfühlig. …

    Zugabe um Zugabe müssen die Burgenländer spielen, und ein großer Fanclub aus Woringen erklatscht sich zum wirklichen Abschluss dann noch den ‚Regimentsmarsch’.


  • So.15.04.07Fürther Nachrichten

    Wildes Powergebläse mit burgenländischem Überschmäh ...

    Wildes Powergebläse mit burgenländischem Überschmäh ...

    Es klingt zunächst ein bisschen wie beim Frühschoppen: zünftige, bodenständige Blasmusik. ...

    Doch so eindimensional und platt ist er offenbar nicht, da Blechhauf'n. Das Septett verteilt seinen Humor lieber in dezenten Dosen, nicht vordergründig, und legt viel mehr Wert auf seine Musik. Und die spielt es brillant mit enormer Klangfarbe und voller Gebläse-Power.

    ...Überhaupt haben die Blechbläser allesamt auch vokalistische Qualitäten, wie etwa Sebastian Fuchsberger alias Karel Gott oder Albert Wieder mit einer Stimme, die so tief ist wie sein Instrument. Und bei der Version von Reinhard Fendrichs ‚Mir san die Hautevolee' müssen schließlich alle Mann abwechselnd ran ans Mikro und beweisen, dass sie einfach den ‚Über-Schmäh' haben.
    Drei Zugaben untermauern das eindeutig.


  • Di.25.04.06Landshuter Zeitung

    Da Blechhauf’n spielt auf ...

    Da Blechhauf'n spielt auf.

    Kein krachledernes Hm-ta-ta sondern in höchstem Maß virtuose Blasmusik. Weißleinene sozusagen. Die sieben Österreicher machen deutlich, wie gut sich gerade Blechblasinstrumente als Echo menschlicher Stimmungen eigenen.


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